Die Virtualisierung wird im IT-Bereich schon lange vorgelebt und hilft seit Jahren dabei, Abläufe zu optimieren und die Agilität zu verbessern. Was zunächst nur in der IT als sinnvoll erachtet wurde, erhält nun Einzug in den OT-Bereich der Industrie- und Automatisierungstechnik: Zur Effizienzsteigerung und Erhöhung der Verfügbarkeit wird es immer wichtiger, die eigene Infrastruktur virtuell abzubilden. Mittels PCS 7-Virtualisierung setzen wir bereits heute für unsere Kunden neue Maßstäbe im Bereich Digitalisierung. Die Zeiten, in denen Sie auf physische Rechner in jedem Prozessbereich angewiesen sind, gehören der Vergangenheit an. Wir zeigen Ihnen, wie Sie mit extrem leistungsfähigen Server-Systemen und einer Vielzahl virtueller Maschinen (VM) Ihr Prozessleitsystem zentralisieren.

Vergleich von Virtualisierungslösungen

Um Ihre Infrastruktur virtuell abbilden zu können, stehen Ihnen zwei Optionen offen: Server- und Client-basierte Virtualisierung.

Für die Client-basierte Variante benötigen Sie ein vollwertiges Betriebssystem sowie dazugehörige Gerätetreiber, auf welchen der Hypervisor aufgesetzt wird. Diese Variante benötigt zusätzliche Ressourcen und zeichnet sich durch eine geringere Perfomance aus. Aus diesem Grund ist die Option nur für kleine Prozesse anwendbar. PCS 7-Virtualisierung empfehlen wir ausschließlich Server-basiert. TRIPS setzt hierbei die native Virtualisierung ein:

Bei der PCS 7-Virtualisierung setzt TRIPS die native Virtualisierung mittels Hypervisors ein. Die physische Hardware wird vom bestehenden Betriebssystem abstrahiert. Die Virtualisierung der Hardware erfolgt dadurch, dass das Betriebssystem auf einer Virtualisierungsschicht eingezogen wird (Hypervisor, VMware, vSphere etc.). Dadurch können parallel eine Vielzahl an OS Servern, OS Clients oder anderen Diensten, sogenannte virtuelle Maschinen, auf einem physikalischen Server-System betrieben werden. Physische Gegebenheiten werden als tatsächlich vorhanden vorgetäuscht. Jede VM verfügt über eine eigene virtuelle System-Komponente.

Die virtuelle Prozessabbildung mittels PCS 7-Virtualisierung bietet Ihnen den Vorteil, dass Sie unabhängig von den Anforderungen eine dynamische Zuteilung von Ressourcen vornehmen können. Die Skalierung der Breite ist ebenfalls möglich, sodass jederzeit neue virtuelle Maschinen hinzugefügt oder bestehende VMs in ihrer Hardware-Konfiguration angepasst werden können (z.B. Zuweisung von mehr Festplattenspeicher). Dieser Umstand gestattet Ihnen eine flexible Erweiterung des Prozessleitsystems um weitere OS-Clients sowohl während als auch nach der Projekt-Umsetzung. Die virtuellen Arbeitsstationen ermöglichen Ihnen zudem einen Remote-Zugriff unabhängig von der eingesetzten Hardware.

Aus Komplexität wird Einfachheit dank zentralisierter Hardware und Automatisierung

Server Clinet Prinzip bei der Virtualisierung

Gerade für Unternehmen, welche eine Vielzahl von Clients und Servern für eine durchgängige Produktion nutzen, ist eine Siemens WinCC-/PCS 7-Virtualisierung interessant. Dank einer Service-Virtualisierung erzeugen Sie eine Zentralisierung Ihrer gesamten Prozessleittechnik. Neben dem Hardware- und Software-Engineering des Prozessleitsystems unterstützt Sie TRIPS mit hauseigenen Experten bei der Umsetzung der virtuellen Infrastruktur.

Bei einem virtuellen Aufbau wird der Hypervisor direkt auf der realen Hardware des Host-Systems betrieben. Da in diesem Fall eine direkte Bedienung der virtuellen Maschinen nicht möglich ist, werden zusätzlich physikalische System-Komponenten (sogenannte Thin-Clients) benötigt. Diese brauchen nur eine Netzwerkverbindung und können an herkömmliche KVM-Switches oder Bildschirme mit Display Port angeschlossen werden. Dadurch stellen sie eine Remote-Verbindung mit der virtuellen Maschine her. Auf den Thin-Clients selbst werden bis auf wenige Einstellungen keine Daten des Prozessleitsystems vorgehalten. Die Datenspeicherung erfolgt ausschließlich auf dem Server-System. Der Remote-Zugriff auf die virtuellen Maschinen zum OS Client oder anderen Komponenten erfolgt dabei über verschiedene Protokolle.

virtueller Aufbau mit Betrieb des Hypervisor auf der realen Hardware des Host-Systems

Selbstverständlich hat eine PCS 7-Virtualisierung spezielle Anforderungen. Um diesen gerecht zu werden, setzen wir von TRIPS auf Thin-Clients, mit denen VNC- und RDP-Verbindungen über ein Gerät aufgebaut werden können. Der Vorteil: Steuerung von bis zu vier Bildschirmen (Full HD, je nach Kundenanforderung auch 4K-Auflösung) pro Arbeitsplatz.

Wir überlassen nichts dem Zufall

Das Stichwort lautet Redundanz. Bei Betrieb einer zentralen IT-Infrastruktur mittels PCS 7-Virtualisierung sehen wir uns in der Pflicht, bei der IT-Systemplanung alle Eventualitäten zu berücksichtigen. Um einen störungsfreien Betrieb zu gewährleisten, wird das virtuelle PCS 7-System immer mit mindestens zwei Host-Systemen ausgeliefert. Dadurch werden alle virtuellen Maschinen auf die Host-Systeme (mindestens zwei Server) verteilt. Sollte es zu einem Ausfall der Hardware kommen, gewährleisten wir durch diese Maßnahme einen fortlaufenden Betrieb Ihrer Anlage.

Es gibt zwei Arten der Redundanz bei unserer PCS 7-Virtualisierung:

Redundanz bei PCS 7-Virtualisierung von TRIPS
  1. Auf Ebene der Virtualisierung: Es erfolgt eine Replikation der virtuellen Maschinen auf den anderen Host. Bei einer Störung eines Hosts mit samt der virtuellen System-Komponenten, ist das Prozessleitsystem weiterhin erreichbar.
  2. Auf Ebene der Software des Leitsystems: Der Einsatz von Server-Paaren sorgt für Ausfallsicherheit innerhalb des Leitsystems. Dank der Verteilung in eine Master-/Slave-Rolle, erfolgt eine Replikation auf Server B, wodurch ein Ausfall von Server A kompensiert werden kann.

Die Sache mit dem Datenschutz:

Im Hinblick auf den Datenschutz überlassen wir selbstverständlich ebenfalls nichts dem Zufall. Sie müssen sich keine Sorgen machen, ob Ihre unternehmensinternen Informationen durch die Einführung einer PCS 7-Virtualisierung gefährdet sind.

  • Einerseits wird jeder Server-Host-Server in einem entsprechenden 19“-Serverschrank verbaut, der ausschließlich für befugtes Personal den Zugriff ermöglicht. Gleichzeitig sind alle Server-Komponenten durch den Schrank vor Staub und Feuchtigkeit geschützt.
  • Andererseits können Sie die Sicherung Ihrer Daten flexibel auf einem bestehenden Storage oder alternativ über eine Storage-Lösung von TRIPS ausführen. Wir setzen, für eine umfassende und Zeitplan-gesteuerte Sicherung sowie Replikation aller virtueller Maschinen zur PCS 7-Virtualisierung (ein bis mehrmals pro Tag) auf eine professionelle Backup-Lösung.
  • Darüber hinaus haben Sie eine Aufbewahrung und Langzeitsicherung der virtuellen Maschinen und erhalten bei Bedarf eine automatische Benachrichtigung per E-Mail über den aktuellen Status der Datensicherung.

All from one – ganzheitliche, individuelle Virtualisierungslösungen

Das Thema Virtualisierung ist sehr komplex. Doch wir lassen Sie bei der virtuellen Umsetzung nicht im Regen stehen. Egal, ob PCS 7-Virtualisierung oder Prozessvisualisierung – wir sind der starke Partner an Ihrer Seite.

  1. Wir richten Ihr virtuelles PCS 7-System ein. Um eine adäquate PCS 7-Virtualisieurng zu gewährleisten, erhalten Sie von uns alle benötigten Server-Hardware-Komponenten und Thin-Clients. Alternativ können Sie uns mitteilen, welche Komponenten Sie von uns beziehen möchten. Wichtig: Sie erhalten von uns ein komplett vorkonfiguriertes System inklusive Server, Thin-Clients, Backup-System und Storage.
  2. Software-Lizenzen
  3. Schalt- und Serverschränke
  4. Engineering
  5. Kundenindividuelle Schulungen für das System sowie ausführliche Dokumentationen zur Bedienung, Administration und Wartung.

Während des gesamten Prozesses und natürlich auch darüber hinaus erhalten Sie ein fachkundiges IT-Consulting.

Die Vorteile von PCS 7-Virtualisierungen

Wir von TRIPS sehen ausschließlich Vorteile darin, PCS7 Prozessleitsysteme mittels PCS 7-Virtualisierung effizienter zu gestalten. Überzeugen Sie sich selbst!

  • Sparen Sie Kosten
    Reduzieren Sie sowohl den Platzbedarf als auch den Energieverbrauch. Zudem sparen Sie dank kostengünstiger Thin-Clients Kabel. Sie benötigen lediglich eine Netzwerkverbindung zur Anlage. Die Thin-Clients werden flexibel zwischen mehreren Verbindungen zu unterschiedlichen virtuellen Maschinen umgeschaltet. Entscheiden Sie sich für Thin-Clients entfällt beispielsweise die Notwendigkeit von KVM-Switches. Es ist kein Rack bzw. Serverschrank notwendig. Ein Host-Server, eine Vielzahl an virtuellen Maschinen, aber nicht mehr Platzaufwand! Der Einsatz von kostspieligen Industrie-PCs entfällt!
  • Erhöhen Sie die Sicherheit
    Dank der Thin-Clients minimieren Sie das Risiko eines externen Zugriffs auf Ihre Systeme. Sie behalten zudem die komplette Kontrolle darüber, welche Zugriffe je Thin-Client auf die Teile des Prozessleitsystems möglich sind. Das bedeutet konkret: Es entsteht eine dezidierte Administrator-Station für die Verwaltung des kompletten Systems, mit der sie die volle Kontrolle haben.
  • Maximale Verfügbarkeit!
    Im Rahmen der PCS 7-Virtualisierung setzen wir auf Redundanz auf zwei Ebenen. Dank dieser ist Ihre Anlagensteuerung immer verfügbar. Austauschbare Server-System und Thin-Clients am Arbeitsplatz machen das möglich. Es entsteht Sicherheit auf mehreren Ebenen: Die Datensicherung erfolgt automatisch und die Widerherstellung schnell, dank der Replikation zwischen den physikalischen Host-Systemen.
  • Erhöhen Sie Ihre Flexibilität
    Durch Einsatz unterschiedlicher Betriebssysteme sowie das Zuschalten oder Verteilen der virtuellen Maschinen können Sie Ihr System immer den aktuellen Gegebenheiten anpassen.

Sie sind noch nicht überzeugt? Mit einer PCS 7-Virtualisierung reizen Sie die Auslastung Ihrer Hardware komplett aus und verschenken nie wieder technische Ressourcen. Schöpfen Sie vollends aus Ihrem bisher ungenutzten Kapital und schonen Sie gleichzeitig das Firmenkonto. Sie vermeiden zudem Ausfallzeiten sowohl durch mehrere Server als auch durch die Tatsache, dass Sie System-Komponenten beim Hersteller sehr schnell nachbestellen können. Verbessern Sie nicht nur Ihr IT-Management, sondern optimieren Sie langfristig selbst langsame Prozessbereiche.

Sie haben Fragen? Wir geben Ihnen Antworten

Sie benötigen Unterstützung? Sie brauchen eine helfende Hand bei der Konfiguration oder Installation Ihrer PCS 7-Virtualisierung? Sie haben allgemeine Fragen zu dem Thema und wollen sich einen ersten Eindruck verschaffen? Dann melden Sie sich einfach bei uns. Unsere Experten stehen Ihnen jederzeit zur Verfügung. Profitieren Sie von den Vorteilen einer PCS 7-Virtualisierung durch eine Kooperation mit TRIPS:

  • Bis zu sieben Jahre Vor-ort-Austausch für Server-Hardware bei einer Störung oder Defekt
  • Ausschließlich Einsatz von Marken-Servern branchenführender Anbieter
  • Skalierung der Host-Server anhand des Kundenbedarfs je nach Produktgröße
  • Keine Arbeiten durch den Kunden notwendig
  • Einsatz von branchenführender Software-Systeme
  • Standardisierte Einrichtung des Systems
  • Garantie einer vollen Kompatibilität mit den eingesetzten Siemens-Software-Lösungen
  • Hardware und Software aus einer Hand über TRIPS beziehen
  • Schulung für das System
  • Installation, Wartung, Inbetriebnahme, Monitoring durch TRIPS